Asthma bei Katzen

Symptome, Diagnose & Behandlung von Katzenasthma

Häufig wird das feline Asthma bei einer Katze erst erkannt, wenn diese plötzlich unter schwerer Atemnot leidet. Aufmerksam werden sollten Katzenbesitzer jedoch bereits viel früher, etwa wenn die Samtpfote über einen längeren Zeitraum hustet. Auch eine angestrengte, leicht gestört erscheinende oder gar pfeifende Atmung kann ein Anzeichen von felinem Asthma sein.

Lesedauer: 4 Min.
Erstellt am: Vom 27.12.2023
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Inhalt:
Symptome
Diagnostik
Mögliche Ursachen
Therapie

Wie klingt Asthma bei Katzen?

Wie beim Menschen treten auch bei der Katze die Asthma-Anfälle meist plötzlich auf. Sie können sich anfänglich als leichter Husten zeigen, im Laufe der Zeit jedoch auch zu sehr unangenehmen und starken Anfällen steigern. Dabei atmet die Katze in geduckter Haltung und bei gestrecktem Hals sehr angestrengt durch das Maul, ein pfeifendes Geräusch begleitet das mühevolle Luftholen.

Wann sollte ich zum Tierarzt gehen?

Treten die Hustenanfälle regelmäßig auf und ist zu beobachten, dass sich die Katze über eine längere Zeit plagt, bis sich der Hustenfall wieder legt, sollte zeitnah der Tierarzt aufgesucht werden.

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Welche Symptome zeigen Asthma bei Katzen?

Katzenasthma äußert sich meist in folgenden Symptomen:

  • trockener Husten
  • pfeifende Atemgeräusche
  • Atemnot (Maul weit geöffnet, herausgestreckte Zunge, teils blau gefärbt)
  • Apathie und Bewegungsunlust
  • ggf. Juckreiz Angstreaktion mit Zittern, stark geweiteten Pupillen, Rückzug
  • Rötungen und Schwellungen der Haut und Schleimhäute

Die Diagnostik von Asthma bronchiale bei der Katze

Nicht jede hustende Katze muss zwingend unter felinem Asthma leiden: Auch beim Herauswürgen und anschließendem Erbrechen eines Haarballens sind hustenähnliche Geräusche zu vernehmen. In der kalten Jahreszeit besteht zudem die Möglichkeit einer Erkältung – auch Katzen können sich einen Schnupfen mit Begleiterscheinungen wie erhöhte Temperatur, Niesen oder Husten einfangen. In der Regel sollte sich ein erkälteter Stubentiger nach ein paar Tagen regeneriert haben. Ist dies nicht der Fall oder zeigt das Tier schwere Erkältungssymptome, Fieber oder Appetitlosigkeit, ist auch hier der Gang zum Tierarzt unumgänglich.

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Mögliche Ursachen für Katzenasthma: Wie entsteht Asthma bei Katzen?

  • Als Ursache für einen asthmatischen Anfall wird eine allergische Reaktion vermutet, die eine Abwehrreaktion des Körpers bewirkt. Spezielle Zellen des Immunsystems lösen dabei eine Entzündungsreaktion aus. Es kommt zu Muskelverkrampfungen in der Lunge und zu Schleimhautveränderungen. Die Luftwege werden enger, es wird für das Tier mühsam zu atmen. Zudem wird eine vermehrte Bildung zähen Schleims in der Luftröhre und den Bronchien angeregt, wodurch die Luftwege zusätzlich noch enger werden.

  • Reine Stubentiger können besonders im Winter unter trockener Heizungsluft leiden, die in der Folge den Atemwegen der Katze zu schaffen macht. Mittels spezieller Luftbefeuchter kann hier für Abhilfe gesorgt werden.

  • Tabakrauch, besonders in geschlossenen Räumen, tut weder Mensch noch Tier gut. Der beim Passivrauchen ständig aufgenommene und mit vielen giftigen Stoffen versetzte Dunst ist mehr als ungesund. Wenn geraucht wird, dann im Idealfall nur an der frischen Luft oder zumindest nicht in Räumen, in denen sich Kinder, nichtrauchende Mitmenschen oder Haustiere aufhalten.

  • Auch die Hausstaubmilbe kann Auslöser asthmatischer Reaktionen sein – regelmäßiges Staubsaugen und -wischen beugt vor. Ebenso problematisch kann staubendes Katzenstreu werden, da sich die beim Scharren in der Katzentoilette aufgebrachten Staubpartikel in der Lunge absetzen können. Bei der Wahl des Katzenstreus ist daher darauf zu achten, dass dieses möglichst staubfrei ist. In vielen unserer kosmetischen und reinigenden Haushaltsprodukte finden sich Inhaltsstoffe, auf die auch eine Katze allergisch reagieren kann. Die morgendliche Dosis Haarspray sollte daher auf keinen Fall direkt neben der Katze aufgetragen werden und die in der Wohnung angewendeten Reinigungsmittel ausgewiesen tierfreundlich sein. Putz- und Reinigungsmittel sollten zudem grundsätzlich an einem für die Katze unzugänglichen Ort aufbewahrt werden.

  • Besonders im Frühjahr können Pollen zur Herausforderung für Mensch und Tier werden. Freigänger auf Samtpfoten sind vor umherfliegendem Blütenstaub kaum zu schützen. In der Wohnung können Sie aber das Lüftungsverhalten dem Pollenflug anpassen, indem Sie, je nachdem, wann die Pollenbelastung am höchsten ist, zu diesen Zeiten zumindest die Fenster geschlossen halten. Wer extrem allergisch auf Pollen reagiert oder ein Haustier hat, dem es ähnlich geht, kann über die Anschaffung spezieller Pollenschutzvliese für Fenster und Türen sowie Luftfilter nachdenken.

Asthma bei Katzen behandeln: Therapie von allergischem Katzenasthma

Katzen sollten bereits bei leichten Störungen der Atmung dem Tierarzt vorgestellt werden – etwa dann, wenn die Katze über einen längeren Zeitraum hustet oder eine angestrengt erscheinende oder gar pfeifende Atmung hat.

Katzenasthma ist nicht heilbar. Eine Langzeittherapie mit bronchienerweiternden und entzündungshemmenden Mitteln ist unausweichlich. Diese Therapie kann lebenslang erforderlich sein. Eine Asthma-Katze sollte alle vier bis sechs Monate tierärztlich untersucht werden, auf jeden Fall immer dann, wenn sich die Krankheitsanzeichen verschlimmern. Manche der angewandten Medikamente haben Nebenwirkungen – auch diese gilt es im Blick zu behalten.

Akute Notfalltherapie & Inhalationstherapie

Schwerwiegende allergische Reaktionen erfordern schnelle Maßnahmen. Dazu zählen beispielsweise die Verabreichung von Sauerstoff und bronchienerweiternden Medikamenten. Betroffene Katzen sollten stets unter tierärztlicher Beobachtung bleiben.

Beim Asthmaanfall Ruhe bewahren

Aufregung verstärkt die Atemnot während eines Anfalls. Umso wichtiger ist es, Ruhe zu bewahren und umsichtig zu handeln. Grundsätzlich sollte sich jeder Besitzer eines vom Katzenasthma betroffenen Tieres vom Tierarzt zeigen lassen, welche Medikamente er im Notfall verabreichen kann und wie diese appliziert werden.

Asthma bei Katzen vorbeugen

Katzenasthma ist eine schwerwiegende Erkrankung, die oftmals eine lebenslange Behandlung erfordert. Deshalb ist es wichtig, dass Sie bereits im Vorfeld dafür sorgen, dass Ihre Katze nicht an Asthma erkrankt. Hier ein paar Tipps zur Vorbeugung:

  • Rauchen in den Wohnräumen ist tabu
  • Keine Parfums oder Deos in der Nähe Ihrer Katze auftragen
  • Vermeiden Sie, dass Ihre Katze mit stark riechenden Kosmetika oder Putzmitteln in Kontakt kommt
  • Verwenden Sie staubfreie bzw. staubarme Katzenstreu
  • Lüften Sie regelmäßig. Passen Sie die Lüftungszeiten jedoch während der Zeit des Pollenflugs an.
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