Gesundheitscheck für Kaninchen

Hallo Langohr, wie geht es Dir?

Tierärztin Dr. Regine Rottmayer weiß, worauf der Halter beim täglichen Gesundheitscheck von Mümmelmann und Mümmelfrau achten sollte. 

Maul und Zähne

Zahnprobleme gehören zu den häufigsten Erkrankungen bei Kaninchen und sind für die Tiere mehr als unangenehm. Ist das Maul symmetrisch? Frisst das Tier normal? Die Nagezähne lassen sich einfach beurteilen, indem die Lippen des Tieres sanft ein wenig angehoben werden. Die Zähne sollten insgesamt nicht zu lang und nicht unterschiedlich lang sein.

Die Zähne des Oberkiefers müssen vor den Zähnen des Unterkiefers stehen. Keinesfalls dürfen Zähne ins Zahnfleisch pieken. Zahnprobleme entstehen häufig auch durch kranke Backenzähne: Diese kann nur der Tierarzt begutachten. Achtung ist geboten, wenn die Kaninchen zwar kauen, aber nicht schlucken können! Ein erster Hinweis auf Zahnprobleme ist ein feuchtes Fell um das Maul herum. Deutlich hörbares Zähneknirschen ist ein sehr schlechtes Zeichen: das tun Kaninchen nur, wenn sie sehr starke Schmerzen haben. 

Nase

Sie sollte sauber, verletzungsfrei und trocken sein. Bei Verklebungen und angestrengter Atmung ist der Gang zum Tierarzt ein Muss. 

Verhalten

Benehmen sich die Tiere "so wie immer"? Fressen sie mit gutem Appetit, erkunden neugierig die Umgebung und bewegen sich normal? Nehmen sie zum Ruhen eine entspannte Position ein? Aufmerksamkeit ist dann geboten, wenn die Tiere sich plötzlich anders verhalten als sonst, sich zurückziehen, aggressives Verhalten gegen ihre Partner oder gegenüber dem Menschen zeigen.

Augen

Sie sollten auf beiden Seiten gleichweit geöffnet und klar und glänzend sein. Achtung ist bei Verklebungen und Verletzungen geboten. Diese sollten umgehend tierärztlich untersucht werden. 

Bauch

Dieser sollte sich immer weich anfühlen. Und wie sieht es mit dem Gewicht aus? Am besten werden die Tiere alle paar Wochen gewogen, um deutliche Zu- oder Abnahmen zu erkennen. Vorsicht: Verdauungsstörungen resultieren häufig in Blähungen, die auch zu einer enormen Aufgasung der Därme führen können. Der Bauch ist dann angespannt und prall aufgebläht. Das ist hochgradig schmerzhaft und kann schnell zu lebensbedrohlichen Schockzuständen führen.

Ohren

Diese sind ein Stimmungsbarometer! Normalerweise (außer bei Widderkaninchen) stehen die Ohren aufrecht und peilen in die Richtung, aus der Geräusche kommen. Beim Ruhen werden die Ohren etwas angelegt. Dicht an den Körper gepresste Ohren sind meist ein Zeichen für Angst oder Unwohlsein. Beläge in den Ohren können durch Milben hervorgerufen sein und müssen behandelt werden, ebenso größere Verletzungen. 

Fell

Unabhängig von der Rasse sollte das Fell auf jeden Fall trocken und glänzend sein. Achtung: Häufiges Kratzen und Unruhe, ebenso Fellverlust oder kahle Stellen, können Hinweise auf Hautparasiten sein. Ein stumpfes Fell kommt bei einem Befall mit Darmparasiten vor.

Krallen

Durch den Freilauf auf unterschiedlichen, gern auch härteren Oberflächen und beim Buddeln werden die Krallen abgenutzt. Sind die Krallen zu lang, drohen schmerzhafte Verletzungen durch das Hängenbleiben an Gegenständen. Bei der Krallenkontrolle kann gleichzeitig der Rest der Pfoten und Fußsohlen begutachtet werden. 
Das Krallenschneiden, falls erforderlich, sollte fachkundig - idealerweise beim Tierarzt - vorgenommen werden, um den in der Mitte der Krallen verlaufenden Nerv nicht zu beschädigen. 

After

Gewöhnungsbedürftige Kontrolle, aber ein tägliches "Muss": Die Gegend um den After herum muss sauber und trocken sein. Der Kot der Tiere sollte auch mitüberprüft werden, um Verdauungsprobleme frühzeitig zu erkennen. Ist die Gegend um den After herum kotverschmiert, hat das Kaninchen wohl Durchfall. Dieser kann unterschiedliche Gründe haben, die abgeklärt werden müssen. Noch schlimmer ist es, wenn sich im Sommer Fliegenmaden am After absetzen und heranwachsen. 

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