Ganzjährig Wildvögel füttern

Ob für Kinder oder erwachsene Tierfreunde: Das Füttern von Wildvögeln hat in Deutschland Tradition. Das Naturerlebnis ermöglicht die Beobachtung der Vögel aus der Nähe und bringt ein Stück zwitschernde Natur in den Alltag. Bevor Sie den Wildvögeln eine Freude machen möchten, sollten Sie einige wichtige Punkte beachten. 

Kohlmeise

Wildvogelfütterung auf einem Blick

So geht’s:

  • Regelmäßig und kontinuierlich füttern
  • Saubere, wettergeschützte Futterstelle außerhalb der Reichweite von Katzen, Nagetieren und Greifvögeln
  • Rücksicht auf Nachbarn und Mitmenschen
  • Ausschau danach halten, welche Vögel in Ihrer Umgebung leben
  • Verschiedene Futtersorten an getrennten Stellen anbieten
  • Gesundes und geeignetes Futter auf die Jahreszeiten angepasst
     

Das sollte nicht gefüttert werden:

  • Gesalzene oder geröstete Nüsse
  • Essensreste und altes Brot
  • Zu große Nüsse, Kerne & Samen
  • Für Jungvögel ungeeignetes Futter (vor allem im Frühling und Frühsommer)
     

 

Das sagt das Gesetz:

  • Grundsätzlich gibt es in Deutschland kein Gesetz, das die Wildvogelfütterung (mit Ausnahme von Tauben) untersagt.
  • Bei Schäden und starken Verschmutzungen am Haus oder bei den Nachbarn durch die Vögel kann die Vermietung eingreifen.
     

Allgemeines zur Fütterung von Wildvögeln

Vögel bei der Nahrungssuche zu unterstützen ist eine ganz besondere Aktivität. Am besten eignet sich dafür ein naturnaher Garten, in dem ohne Einsatz von Chemie heimische Pflanzen blühen. Diese bieten Schutz und Unterschlupf sowie auch Lebensraum für natürliche Futterquellen, wie Insekten und Würmer. Auch auf einem Balkon ist die Fütterung von Vögeln möglich. Dabei ist es wichtig, dass die Futterstelle konsequent mit geeignetem Vogelfutter versorgt ist. Vögel gewöhnen sich nämlich äußerst schnell an ihren neuen Futterplatz und sind von ihm abhängig. Bitte füttern Sie die Vögel daher regelmäßig, am besten am frühen Morgen und am frühen Abend. Sollten Sie für eine längere Zeit nicht zuhause sein, bitten Sie eine Person Ihres Vertrauens darum, die Vögel an Ihrer Stelle zu füttern.

Nicht alle Vögel fressen dasselbe Futter: So gibt es in Deutschland Körnerfresser (Körner und Nüsse), Weichfutterfresser (Obst, Beeren & Haferflocken) und Allesfresser. Je nachdem, welche Tiere in Ihrer Umgebung leben und welche Tiere Sie füttern möchten, sollten Sie das entsprechende Futter anbieten. 

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Vogelfütterung zu verschiedenen Jahreszeiten

Oft wird die Vogelfütterung mit kälteren Monaten in Verbindung gebracht. Jedoch ist es ebenso sinnvoll, den Vögeln zu wärmeren Zeiten geeignetes Futter bereitzustellen. Was Sie bei der Vogelfütterung beachten sollten:  Je nach Jahreszeit haben Wildvögel unterschiedliche Ansprüche an Ihre Nahrung. Zu allen Jahreszeiten gilt jedoch: "Menschennahrung" ist für Vögel tabu.
 

Vögel füttern im Frühling

Nach einem kräftezehrenden Winter kehren im Frühling auch viele Zugvögel in unsere Gärten zurück. Mit steigenden Temperaturen beginnt die Paarungszeit: Das Verteidigen des Reviers, die Balz, der Bau von Brutstätten und das Legen der Eier fordern unseren Wildvögeln eine Menge ab. Ist der Nachwuchs erst einmal geschlüpft, benötigt das Heranschaffen des Futters viel Zeit und Kraft. Gartenvögel freuen sich während der „Elternzeit“ über das Zufüttern von großen Mengen an Proteinen, Fetten und insbesondere Kalzium.

Proteinreiche Nahrung

  • Kleine Sämereien heimischer Wildkräuter
  • Spezielles Insektenfutter
  • Lebende, frischtote oder aufgetaute Insekten und Würmer (nicht getrocknet!)
  • Beeren, Obst & Rosinen


Auch Jungvögel werden gefüttert

Da das Futter auch von den Altvögeln an ihre Jungen weitergegeben wird, müssen Sie unbedingt darauf achten, dass das Futter auch für Jungvögel verträglich ist. Fettfutter und große fettreichen Samen oder Nussstücke wie Sonnenblumenkerne können die jungen Vögel nicht verdauen. Auch Futter mit höherem Salz- und geringerem Wassergehalt sollten vermieden werden. Die Hygiene am Futterplatz ist im Frühling besonders wichtig. Die steigenden Temperaturen und das wechselhafte Wetter sorgen dafür, dass das Futter schneller verdirbt. Es empfiehlt sich einen regengeschützten und schattigen Platz für die Vogelfütterung zu wählen.

Fütterung im Sommer

Auch im Sommer freuen sich unerfahrene Jungvögel über die Erweiterung ihres natürlichen Nahrungsangebotes. Da die Jungenfütterungszeit in der Regel bis Juli andauert, sollten Sie auch in den Sommermonaten jungvögelgerechtes Futter anbieten. Sobald der Nachwuchs flügge geworden ist und das Nest verlassen hat, beginnt bei erwachsenen Wildvögeln die Mauser. Das alte Federkleid wird nach und nach abgeworfen und ein neues ausgebildet. Während der Mauser haben Wildvögel einen deutlich gesteigerten Energiebedarf und benötigen weiterhin besonders proteinreiche Nahrung.

Eiweißreiches Futter zur Stärkung

  • Kleine Sämereien heimischer Wildkräuter
  • Spezielles Insektenfutter
  • Lebende oder aufgetaute Insekten und Würmer (nicht getrocknet!)
  • Beeren, Obst und Rosinen
     

Unser Tipp: Nicht alle Wiesen, Grünflächen und Randstreifen im Garten komplett mähen, sodass sich Blüten und im Anschluss Fruchtstände und Samen ausbilden können. Ganzjährig, insbesondere im trockenen Sommer ist die Bereitstellung von Wasserstellen wichtig. Hier wird nicht nur getrunken, sondern auch ausgiebig gebadet. Vogeltränken sollten täglich gereinigt und das Wasser komplett ausgetauscht werden.

Herbstfütterung

Zugvögel bereiten sich im Herbst auf einen anstrengenden und langen Flug in den Süden vor und sammeln Energie. Wildvögel, die unsere heimischen Gefilde nicht verlassen, müssen sich eine schützende Fettschicht anfressen, von dieser Reserve können sie während der Wintermonate ein wenig zehren. Fett- und kohlenhydratreiches Futter ist in dieser Jahreszeit die richtige Wahl. 

Fett- und kohlenhydratreiche Nahrung

  • Sonnenblumenkerne – am besten mit Blütenständen im eigenen Garten
  • Obst, Beeren und Rosinen – am besten mit Beerensträuchern 
  • Hochwertige Freiland-Futtermischungen

Wer jetzt neue Futterplätze einrichtet und Vogelhäuser aufstellt, kann sich in den kommenden Monaten auf reichlich gefiederten Besuch freuen!

Wildvögel füttern im Winter

In der kalten Jahreszeit erschweren frostige Temperaturen, geschlossene Schneedecken und wenig Tageslicht die Nahrungssuche für daheimgebliebene gefiederte Gartengäste. Einmal angefüttert sollten Wildvögel regelmäßig mit Nahrung versorgt werden: Haben sie ihre Futterstelle erst einmal angenommen, werden sie diese täglich aufsuchen. Besonders in den frühen Abendstunden, vor einer langen, kalten Nacht, und am Morgen, wenn die Reserven fast aufgebraucht sind, benötigen Wildvögel neue Energie in Form ausreichender Nahrung.

Fett- und energiehaltiges Futter

  • Haferflocken, kleine Kerne und Nüsse
  • Sonnenblumenkerne
  • Obst, Beeren und Rosinen
  • Spezielles Futter für Körnerfresser, Allesfresser und Weichfutterfresser
  • Mischungen aus Fett und Samen

Auch wenn die kalten Temperaturen dafür sorgen, dass das Futter länger haltbar bleibt und sich Krankheiten schwerer verbreiten, sollten Sie auf eine sorgfältige Reinigung der Futterstelle achten.
Entdecken Sie unser breites Sortiment an Wildvogelfutter in einem DAS FUTTERHAUS-Markt in Ihrer Nähe! Gern beraten wir Sie dort dazu, zu welcher Vogelart das beste Futter passt!

Richtige Fütterung für Wildvögel: Die Futterstelle

Bitte platzieren Sie das Vogelrestaurant an einer hohen, vor Wind und Niederschlag geschützten Stelle, die zudem für Katzen, Greifvögel und Nagetiere unzugänglich ist. So kann die Nahrung nicht nass werden oder bei stürmischen Witterungsverhältnissen davonfliegen. Beutegreifer können mit speziellen Zubehör abgewehrt werden. Stellen Sie die Futterstelle auch gern in der Nähe von Bäumen und Büschen auf, dann haben die Wildvögel einen gewohnten Zufluchtsort.

Wichtig ist außerdem, dass ein mindestens zwei Meter großer Abstand zur nächsten Fensterscheibe vorliegt. Naheliegende Scheiben können mit Aufklebern versehen werden, damit die Vögel die Scheiben gut erkennen. Des Weiteren sollten Sie die unterschiedlichen Futterarten an getrennten Stellen anbieten, Rücksicht auf Nachbarn und Mitmenschen nehmen und die Futterstelle regelmäßig säubern und reinigen.

Hygiene ist das A und O

Bei der Nahrungsaufnahme laufen Wildvögel in der Regel durch ihr Futter und verunreinigen es mit der Zeit durch ihre Ausscheidungen. Die Futterstelle sollte daher regelmäßig nur mit heißem Wasser gereinigt werden, um dem Ausbruch von Krankheiten vorzubeugen. Bitte keine chemischen Reinigungsmittel benutzen! 
Unsere Empfehlung: In einem speziellen Futtersilo bleibt die Nahrung immer frisch und sauber und die Reinigung wird deutlich erleichtert. Eine große Auswahl an besonderen Futtersilos und individuelle Beratung erhalten Sie in einem DAS FUTTERHAUS-Markt in Ihrer Nähe!
Damit weniger Konkurrenz an Ihrer Futterstelle herrscht und jede Vogelart das für sie geeignete Futter erhält, sollten Sie für jede Futterart einen eigenen Futterspender aufstellen. Dadurch können sich auch Krankheitserreger zwischen den verschiedenen Vogelarten schwerer verbreiten.

Wichtig: Sollten Sie kranke oder sogar tote Vögel in der Nähe Ihrer Futterstelle entdecken, räumen Sie diese umgehend weg, um so eine mögliche Krankheitsverbreitung, wie beispielsweise die Vogelgrippe an Tier und Mensch zu verhindern.
 

Die Vogelfütterung und das Gesetz

Ob im Garten oder am eigenen Balkon: Grundsätzlich ist es erlaubt, Wildvögel mit Futterhäuschen und Co. zu füttern. Eine Ausnahme bilden jedoch größere Vögel und vor allem Tauben, denn diese können vergleichsweise schnell Krankheiten verbreiten und starke Verschmutzungen oder sogar Schäden verursachen. Zudem sorgen Tauben in der Regel für größere Ruhestörungen. Sorgen Sie daher dafür, dass Tauben nicht an das Futter kommen. Dazu eignen sich unter anderem spezielle Futterhäuschen oder -silos, die aufgrund ihrer kleineren Öffnungen für Tauben unzugänglich sind.
Sollten jedoch das Gebäude oder die Anwohner von Mietobjekten von übermäßigen Schmutz oder Schäden durch Vögel betroffen sein, kann der Eigentümer eingreifen. 

Unsere Empfehlung:

Informieren Sie sich am besten in Ihrem Mietvertrag und bei Ihrer Gemeinde, wie die Vorschriften für die Vogelfütterung geregelt sind, um auf der sicheren Seite zu sein.
 

Fazit

In der Regel profitieren die Vogelarten, die ohnehin unsere Gärten besuchen, am meisten von der Fütterung. Da diese auch bei schlechten Bedingungen hier Futter finden können, wird oft behauptet, dass die ganzjährige Vogelfütterung keine nachhaltige Maßnahme gegen den Vogelschwund ist. Dennoch gibt es Beobachtungen die zeigen, dass Altvögel die Futterstellen für sich aufsuchen, um dann gestärkt auf Nahrungssuche für die Jungvögel zu gehen. Die Fütterung von Wildvögeln kann einen Beitrag zum Erhalt der Vogelpopulation einzelner Arten leisten und gleichzeitig viel Freude bereiten. Achten Sie dabei noch auf die Hygienemaßnahmen und auf Ihre Mitmenschen, steht Ihrer Vogelfütterung nichts im Weg.
 

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