Welcher Hund passt zu mir?

Was Sie bei der Hundewahl beachten sollten

Ob Golden Retriever, Jack Russel Terrier, Dackel oder Deutscher Schäferhund – Jede Hunderasse hat individuelle Wesenszüge und Charaktereigenschaften. Einige Rassen benötigen viel Auslauf, andere wollen täglich gefordert werden und andere Hunderassen sind wiederum sehr anhänglich. Damit Sie sich mit Ihrem Vierbeiner perfekt ergänzen, empfehlen wir Ihnen, sich im Vorfeld mit der Rasse auseinanderzusetzen. Schließlich sollte Ihr Hund nicht nur zu Ihnen, sondern auch zu Ihrem Leben passen.

Um Ihren sowie den Bedürfnissen Ihres zukünftigen Hundes gerecht zu werden, sind bei der Wahl der Rasse sowie vor der Anschaffung Ihres Hundes einige Aspekte zu berücksichtigen: Hat der Hund ausreichend Platz in Ihrem Zuhause? Wie sieht Ihr Umfeld aus? Haben Sie genügend Zeit für Spaziergänge? Haben Sie Kinder? Diese und viele weitere Kriterien können Sie in unserem Ratgeber-Artikel Hund kaufen - was beachten? nachlesen. 

Lesedauer: 5 Min.
Erstellt am: Vom 15.5.2022
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Inhalt:
Hunderassen
Häufige Fragen
10 beliebte Rassen
FCI Gruppen

Ein erster Überblick über die Charaktereigenschaften und Wesenszüge verschiedener Hunderassen

Um Ihnen einen ersten Überblick über die verschiedenen Hunderassen zu geben, haben wir diese nach Wesenszügen und Charaktereigenschaften sortiert. Vergleichen Sie die Eigenschaften und Bedürfnisse der jeweiligen Rasse mit Ihren Vorlieben und finden Sie die Rasse, die am besten zu Ihnen passt.

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Jeder Hund ist individuell

Die folgenden Inhalte wurden von uns sorgfältig in Kooperation mit Hundeexperten recherchiert und erstellt. Da Hunde, unabhängig von ihrer Rasse, sehr individuelle Ansprüche haben, können wir nicht garantieren, dass jede getroffene Aussage 100 % auf jeden Hund zutrifft.

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Häufige Fragen

  • Sie sind noch Anfänger und werden zum ersten Mal einen Hund halten? Dann empfehlen wir Ihnen, sich für eine möglichst unkomplizierte Rasse zu entscheiden, denn nicht alle Rassen sind Anfängerhunde. Hunderassen, wie etwa Malteser, Pudel, Havaneser oder aber auch Golden Retriever und Labrador sind sehr ausgeglichen und einfach zu erziehen. Eine Hunderasse mit eigensinniger Persönlichkeit kann Unerfahrene hingegen schnell überfordern.

  • Natürlich möchte und muss jeder Hund beschäftigt werden. Allerdings gibt es Hunderassen, die besonders viel Aufmerksamkeit benötigen und gefordert werden möchten. Dazu zählen beispielsweise der Schäferhund, Border Collie und Australian Shepherd. Diese Hunderassen sind sehr gehorsam, aufmerksam, aktiv und gleichzeitig sehr anpassungsfähig und kinderfreundlich. Die lernwilligen Hunderassen sind intelligent und lieben es, aktiv zu sein und sich zu bewegen. Sie lernen Kunststücke schnell und leicht.

    Die FCI Gruppe 1 - Hüte und Treibhunde zählt zu den Hunden, die viel Aufmerksamkeit benötigen. Diese Hunderassen wurden speziell zum Hüten von Nutztieren gezüchtet und eignen sich daher besonders gut als Wachhund. Zudem sind sie kinderlieb und aufmerksam, eignen sich allerdings nicht gut als Stadthund oder “nur” zum Spazierengehen.

  • Zu den Hunden, die einen Jagdtrieb besitzen, zählen beispielsweise Weimaraner, der Große Münsterländer, Beagle, Dackel und Terrier. Diese Hunderassen sind sehr anhänglich und treu. Gleichzeitig sind sie selbstbewusst, wachsam und erfordern eine konsequente Erziehung und viel Auslauf. Der Dackel (FCI Gruppe 4) wird als Jagdhund unter und über dem Boden eingesetzt. Auch die Terrier der FCI Gruppe 3 sind häufig als Jagdhunde im Einsatz. Diese wurden ursprünglich für die Wasserjagd und zum Viehtreiben gezüchtet.

  • Zu den beliebtesten Hunderassen für Familien mit Kindern zählen beispielsweise der Golden Retriever, Labrador Retriever (FCI Gruppe 6: Apportier-, Stöber- und Wasserhunde) sowie Berner Sennenhund, Dalmatiner und Pudel. Diese Hunderassen sind kinderfreundlich, ausgeglichen und einfach zu erziehen, da sie sehr gehorsam sind. Somit eignen sie sich auch ideal für Anfänger. Auch wenn diese Hunderassen eher ruhige Mitbewohner sind, benötigen sie viel Bewegung und geistige Auslastung. Neben dem täglichen Auslauf möchten sie auch spielerischen Aktivitäten nachgehen und sind oft sehr wasserfreudig.

  • Sie sind selbst aktiv und halten sich gerne draußen auf? Dann eignen sich Jack Russell Terrier, Border Collie, Rhodesian Ridgeback, Husky und Dalmatiner optimal. Diese Hunderassen sind der ideale Begleiter zum Joggen und Radfahren. Gleichzeitig sind diese Rassen freundlich, feinfühlig und gegenüber Fremden zurückhaltend. Da diese Hunderassen viel Auslauf benötigen, sollten Sie selbst sehr aktiv sein und einen Garten bzw. Park in Ihrer unmittelbaren Nähe haben, um den Bedürfnissen dieser Hunderassen gerecht zu werden. Der Dalmatiner und Rhodesian Ridgeback zählen beispielsweise zu den Laufhunden (FCI Gruppe 5).

  • Auch in der Großstadt ist eine artgerechte Hundehaltung möglich, wenn Sie ausreichend Zeit haben, Ihrem Hund genügend Auslauf zu gewähren. Meistens kommen bei einer Stadtwohnung ohne Garten eher kleine, pflegeleichte Vierbeiner, die wenig bellen und weniger Auslauf benötigen, in Frage. Dabei ist zu beachten, dass jeder Hund eine seiner Größe entsprechenden Wohnfläche inklusive eines eigenen Rückzugsortes benötigt.

  • Verschmust, gutmütig und ausgeglichen: Pudel, Chihuahua, Deutsche Dogge, Havaneser, Zwergschnauzer, Yorkshire Terrier zählen zu den Rassen, die eher wenig Auslauf benötigen.

  • Es gibt keine Hunde, die gar keine Haare verlieren. Allerdings verlieren einige Hunderassen nur sehr wenige Haare. Hierzu zählen insbesondere Hunderassen, die keine Unterwolle besitzen, wie etwa Bichon Frise, Pudel und Havaneser. Eine regelmäßige Fellpflege ist Voraussetzung für einen geringen Haarverlust.

  • Jeder Hund besitzt einen typischen Eigengeruch. Jedoch gibt es einige Hunderassen, die so gut wie gar nicht riechen. Dazu zählen unter anderem Pudel, Dalmatiner, Papillon und Deutsche Pinscher. Das liegt an der fehlenden Unterwolle, in der sich der typische Geruch eher entwickelt.

Sie sind sich unsicher, welche Rasse am besten zu Ihnen passt, ob Sie den Bedürfnissen Ihres zukünftigen Hundes gerecht werden können oder haben noch Fragen zu der Anschaffung eines Hundes? Lassen Sie sich in Ihrem DAS FUTTERHAUS Markt von unseren Experten beraten! Wir unterstützen Sie gerne.

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Die 10 beliebtesten Hunderassen

Zu den zehn beliebtesten Hunderasse zählen laut VDH (Verband für das Deutsche Hundewesen):

Unser Hunderassen-Filter hilft Ihnen, die Hunderasse zu finden, die zu Ihnen und Ihrem Lebensstil passt.

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Rasseeigenschaften nach FCI Gruppe

  • FCI-Gruppe 1: Hütehunde und Treibhunde (ausgenommen die Schweizer Sennenhunde)

    Die Hunde der Gruppe 1 sind ursprünglich Arbeitshunde. Sie haben einen großen „will to please“, wollen geistig ausgelastet werden und brauchen auch genügend Auslauf. In privater Hand eignen sie sich für den Hundesport (Agility, Treibball oder auch Dogdancing), können aber auch auf Grund ihrer Aufmerksamkeit gute Wachhunde sein.

     

    Zur FCI-Gruppe 1 gehören unter anderem:

  • FCI-Gruppe 2: Pinscher und Schnauzer – Molosser – Schweizer Sennenhunde

    Die Hunde der Gruppe 2 sind auf den ersten Blick sehr unterschiedlich. Was sie aber gemeinsam haben, ist ihr ausgeprägter Jagd- und Schutztrieb. Sie haben ein robustes Nervenkostüm und sind wachsam. Früher wurden vor allem die manchmal sehr bullig wirkenden Molossoiden zur Großwildjagd eingesetzt. Sie sind eher furchtlos und in privater Hand am ehesten als Arbeitshunde einzusetzen. Ob am Vieh oder auch im Zughundesport, die Rassen der Gruppe 2 sind arbeitswillig, ausdauernd und wachsam.

     

    Zur FCI Gruppe 2 gehören unter anderem:

  • Den Terriern wird im Allgemeinen großer Mut zugeschrieben. Sie haben häufig ein eher freches, selbstbewusstes Auftreten und sind sehr ausdauernd. Die meisten Terrier haben einen angeborenen Jagdtrieb, den man mit konsequenter Erziehung aber gut in den Griff bekommen kann. Dann hat man einen loyalen, anhänglichen und verspielten Gefährten. Sie sind sehr intelligent und lernfreudig und beispielsweise im Trickdog immer wieder unter den am schnellsten Lernenden.

    Zur FCI Gruppe 3 gehören unter anderem:

  • Diese Gruppe besteht nur aus einer Rasse dem Dachshund, auch Dackel oder Teckel genannt.

    Dackel, egal in welcher Größe und mit welchem Haarkleid, sind sehr mutige und selbstbewusste Hunde, die, wenn sie keine konkrete Vorgabe in ihrer Arbeit haben, sehr eigenständig agieren. Sie können sehr dickköpfig sein. Aber mit einer konsequenten Erziehung ist der Dackel auch ein fantastischer Familienhund, der sehr loyal und verschmust sein kann.

  • Hunde der Gruppe 5 sind sehr kluge, aber auch sehr eigenständige Hunde. Sie sind oftmals territorial, wissen das auch gelegentlich sehr lautstark durchzusetzen. Sie sind eher Arbeitsrassen, eignen sich aber auch für sportliche Aktivitäten wie Zughundesport oder auch zur Jagd. Auch als Wach- und Hütehund sind sie sehr geeignet, was eine Haltung in der Stadt anstrengend für das Tier werden lässt. Eine ländliche Umgebung kommt den Hunden deutlich gelegener.

    Zur FCI Gruppe 5 gehören unter anderem:

    • Deutsche Spitze
    • Eurasier
    • Hokkaido
    • Samojede
    • Shiba
  • Die Hunde der 6. Gruppe sind explizit als Jagdhunde zu erklären. Sie eignen sich deshalb nur bedingt zur Haltung in Familien, da sie einen starken Jagdtrieb entwickeln können, den man aber mit einer sehr konsequenten Erziehung in die richtige Richtung lenken kann. Allerdings gibt es auch Ausnahmen. Dalmatiner z.B. sind auch sehr angenehme Familienhunde, die sehr verschmust und sehr anhänglich sein können.

    Zur FCI Gruppe 6 gehören unter anderem:

  • Vorstehhunde sind nicht die Jäger, sondern die „Aufspürer“. Sie haben besonders gute Nasen und können so Wild aufstöbern. Sie sind mit ihren Menschen sehr kooperativ, allerdings erwarten sie eine artgerechte Auslastung, die ihrem Naturell entspricht. Sie sollten tendenziell nicht als Familienhunde gehalten werden, da sie einen starken Arbeitseifer haben und diesen im Zweifel auch ohne ihren Menschen ausleben. Mögliche Auslastung für diese Rassen sind Mantrailing und Dummyarbeit.

    Zur FCI Gruppe 7 gehören unter anderem:

  • Wie der Name schon sagt, sind die Hunde der Gruppe 8 als Gebrauchshunde zu sehen. Sie eignen sich, besonders die äußerst lernfreudigen Retriever, als Begleithunde, Familienhunde oder auch als Begleiter beim Sport. Sie sind von Natur aus eher wasserfreudig, schwimmen gern und apportieren. Geistige Auslastung ist bei den sehr intelligenten Hunden eine wichtige Maßnahme. Sie sind sehr loyal, anhänglich und eignen sich auch als Anfängerhunde. Allerdings brauchen auch diese Hunde eine konsequente Erziehung.

    Zur FCI Gruppe 8 gehören unter anderem:

  • Hier verrät der Name schon die wichtigste Eigenschaft dieser Hunde. Sie sind sehr auf ihren Menschen bezogen und fühlen sich in dessen Gesellschaft am wohlsten. Sie sind sehr loyal und freundlich und haben einen eher ausgeprägten Jagdtrieb.

    ACHTUNG: Bei einigen Rassen dieser Gruppe wurde ein von Menschen erdachtes Schönheitsideal angezüchtet, welches den Hunden oft unvorstellbare Qualen verursacht. U.a. Rassen mit „platten Nasen“, sogenannte Brachycephale Rassen, bekommen sehr schlecht Luft und leiden deshalb ihr Leben lang. Das sind Merkmale einer Qualzucht und sollten in der Auswahl auf bestimmte Rassen dringend beachtet werden.

    Zur FCI Gruppe 9 gehören unter anderem:

  • Windhunde sind Jagdhunde, die einen extrem hohen Bewegungsdrang haben. Sie zählen zu den schnellsten Säugetieren der Welt. Bei geeigneter Auslastung, was Bewegung und die des Geistes angeht, kann ein Windhund auch in einer Familie leben. Allerdings sind diese oft nicht sehr belastbar, was zu viele Außenreize angeht. Ihr äußerst sensibles Wesen erfordert eine konsequente Führung und das Zulassen von Nähe- und Kuschelbedürfnis. Zughundesport oder auch Windhundrennen können zur artgerechten Auslastung beitragen.

    Zur FCI Gruppe 10 gehören unter anderem:

    • Afghanischer Windhund
    • Irischer Wolfshund
    • Greyhound
    • Whippet

Weitere Informationen zu den FCI Gruppen finden Sie in unserem Ratgeber

FCI Gruppen

Überlegung vor der Anschaffung

Der Kauf eines Hundes sollte gut überlegt sein. Damit Sie Ihrem Hund ein glückliches und artgerechtes Leben bieten können, sollten Sie sich vorab mit der Verantwortung, einen Hund zu halten, vertraut machen. Dabei müssen wichtige Aspekte, wie die Zeit, finanzielle Mittel und ein passendes Umfeld berücksichtigt werden. Schließlich sollte Ihre Lebensweise zu den Bedürfnissen Ihres Hundes passen und andersherum. Mehr dazu finden Sie in unserem Ratgeber:

Was Sie vor dem Kauf eines Hundes beachten sollten


Den richtigen Züchter finden: Wo Sie Ihren Hund kaufen sollten

Bevor Sie einen Hund kaufen, sollten Sie sich über die Rasse und den Züchter informieren. Dabei sollten Sie 3 grundlegende Punkte beachten: 

  • Sie sollten Ihren Hund nicht über einen Online Shop kaufen.
  • Hände weg von Schnäppchen-Hunden. Ein vierstelliger Preis für einen Hundewelpen ist üblich.
  • Kaufen Sie Ihren Hund von seriösen Züchtern oder aus dem Tierheim.

Das zeichnet einen seriösen Züchter aus


Beachten Sie: Beim Kauf sollte Ihr Welpe bereits über einen europäischen Heimtierausweis und einen Chip zur Kennzeichnung verfügen sowie die ersten Impfungen erhalten haben.

 

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Eine Auswahl der beliebtesten Hunderassen

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