Freigang für die Katz'

Ob Freigänger oder Wohnungskatze – mit der richtigen Eingewöhnung und artgerechter Haltung können alle Katzen glücklich werden. Wer jedoch die Möglichkeit hat, seiner Samtpfote Freigang zu bieten, sollte diese im Sinne seines Tieres unbedingt nutzen.

Alles eine Frage der Gewohnheit

Ein Stubentiger, der von Kittenbeinen an in der Wohnung gehalten wird, vermisst den Freigang nicht unbedingt. Besteht jedoch die Möglichkeit, das Freiluftvergnügen zu ermöglichen, genießt jede Samtpfote die Abwechslung auf Streifzügen durch die Natur.
Entscheidend bei kleinen Katzen und Tieren, die bislang ausschließlich drinnen gehalten wurden, ist die langsame Gewöhnung an einen geregelten Freigang. Zieht eine Katze bei Ihnen ein, braucht sie erst einmal Zeit, um sich an ihre neuen Menschen zu gewöhnen und die Wohnung kennenzulernen. In der Regel gilt: besser keinen Auslauf in den ersten 14 Tagen.

Auf geht's!

Im Idealfall begleiten Sie Ihre Katze bei ihren ersten Ausflügen. Das gibt ängstlicheren Vertretern ein wenig Sicherheit. Vor dem Ausflug am besten nicht füttern – mit knurrendem Magen kehrt es sich leichter nach Hause zurück! Sprechen Sie während des Ausfluges in ruhigem Ton mit Ihrer Katze. Wird Ihr Stubentiger mutiger und traut sich, ein wenig Abstand von Ihnen zu gewinnen, lassen Sie ihn einen Moment stromern und rufen sie ihn dann zu sich. Kommt er angelaufen, belohnen Sie ihn mit einem Leckerli.

Erste Vorbereitungen

Gehen Sie Ihre Umgebung zu Fuß und mit den Augen einer Katze ab: Wo könnten Gefahren lauern, gibt es Schuppen oder Garagen, in die die Katze versehentlich eingesperrt werden könnte, offene Kellerfenster, die zum Einstieg verlocken, oder gar frei laufende Hunde, die so gar keine Katzen mögen?
Sollte Miez vom Spaziergang einmal nicht nach Hause kommen, haben Sie zumindest erste Anhaltspunkte, wo Sie Ihr Tier suchen können. Ihre Katze sollte vor dem ersten Freigang in jedem Fall geimpft sein, im Optimalfall ist sie auch gechipt. 

Die Verwendung von Zecken- und Flohmitteln sollte erwogen werden: Oftmals bringen frei laufende Katzen leider nicht nur interessante Souvenirs wie Mäuse und Vögel mit nach Hause, sondern sammeln unterwegs auch gern den einen oder anderen Parasiten ein.

Große Freiheit

Katzen lassen sich mit etwas Geduld durchaus an feste Zeiten für den Auslauf gewöhnen. Berufstätige Katzenhalter etwa, die erst gegen Abend nach Hause kommen, können ihr Tier an den abendlichen oder nächtlichen Freigang heranführen. Nach der Nachtwanderung wird das Tier am Morgen immer ungefähr zur gleichen Zeit wieder vor der Tür stehen und nach der aufregenden Nacht den Großteil des Tages, wenn Herrchen und Frauchen nicht im Haus sind, verschlafen. Ein weiterer Vorteil des nächtlichen Freigangs: Es herrscht meist deutlich weniger Straßenverkehr – eine Gefahrenquelle weniger für die Katze.

Kleine Freiheit

Wer seinem Tier den Ausflug an die frische Luft nicht verweigern möchte, aber doch ganz gern die Kontrolle über den samtpfotigen Aktionsradius behält, kann seinen Garten oder auch den Balkon in ein abwechslungsreiches Katzengehege verwandeln. Gärten sollten mit einem für die geschickten Kletterer unüberwindbaren Zaun gegen Ausbruchsversuche gesichert sein.
Ein kleiner Fitnessparcours mit Klettermöglichkeiten oder fest installierte Kratzbäume bringen kleine Faulpelze auf Trab. Nicht fehlen sollten wettergeschützte Rückzugsmöglichkeiten.

Samtpfotiges Wegerecht

Ihre Katze darf auch durch Nachbars Garten laufen. Alle bisher gefällten Gerichtsurteile bestätigen, dass der Freilauf „wichtiger Bestandteil der normalen Katzenhaltung“ ist.
Und schimpfen Sie nicht mit Ihrer Samtpfote, wenn sie Ihnen von der Jagd eine Maus oder einen Wildvogel mitbringt: Wenn die Katze Ihnen die Beute vor die Füße legt, ist das der größte Liebesbeweis und zeigt, dass Sie sich bei Ihnen ganz zuhause fühlt. 

Klappe auf

Eine Katzenklappe ermöglicht der Katze jederzeit Wechsel zwischen Haus und Garten. Eine sichere Einlasskontrolle bieten Klappen mit einem Magneten, der am Katzenhalsband befestigt wird, oder von einem Mikrochip gesteuerte Systeme.

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Weitere wissenswerte Tipps für die Katze:

Die Körpersprache der Katzen

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Die Kommunikationsmittel einer Katze sind vielfältig. Wir Menschen reagieren vorrangig auf ihre Lautäußerung, das Miauen. Aber auch in Mimik und Gestik lassen sich Informationen zur aktuellen Stimmungslage des Tieres ableiten. Am einfachsten für uns zu "lesen" sind Ohren, Augen und Schwanz.

Beschäftigung der Katze

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Bei schlechtem Wetter oder im Winter sind Freigänger-Katzen eher bewegungsfaul. Regen und Kälte laden nicht gerade zu ausgedehnten Spaziergängen ein und schlappe Pelztiere benötigen dringend ein wenig Motivation.

Alles katzensicher?

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Katzen sind unglaublich neugierig. Damit ihnen ihre Entdeckungsfreude nicht zum Verhängnis wird, sollten ein paar einfache Sicherheitsmaßnahmen befolgt werden.

Der Eintritt ins Rentenalter der Katzen

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Dank guter Ernährung und umfassender medizinischer Versorgung werden unsere Heimtiere heute wesentlich älter als noch vor wenigen Jahren. Ähnlich wie der Mensch haben auch Katzen häufig mit den Tücken des Alters zu kämpfen. Umso wichtiger, sich auf die Bedürfnisse der Senioren einzustellen.